Archiv für Juli, 2010

Schwarz ist nicht gleich Schwarz

Dienstag, Juli 27th, 2010

Sie werden sicherlich schon mal festgestellt haben, dass Schwarz nicht gleich Schwarz ist. Mal wirkt es grauer, mal kühler und mal richtig Tiefschwarz. Im Druck kann Schwarz durch verschiedene Zusammensetzungen entstehen und dadurch sieht Schwarz nicht immer gleich aus.

In diesem Blogeintrag möchten wir Sie deswegen über das Thema Schwarz und Tiefschwarz informieren.

Schwarz im CMYK-Farbsystem

Bei der subtraktiven Farbmischung ergibt sich Schwarz im Wesentlichen durch die Mischung aller Farben. Im Farbsystem CMYK, das ein subtraktives Farbsystem ist (siehe auch unseren Blogeintrag Farbunterschiede zwischen der Druck-PDF und dem gedrucktem Buch), kann Schwarz folglich durch die Mischung von 100 % Cyan, 100 % Magenta und 100 % Gelb erstellt werden. Allerdings ergibt sich dadurch nur ein schmutziges Braun und kein richtiges Schwarz. Deshalb gibt es in diesem Farbsystem zusätzlich die vierte Farbe Schwarz (K = Key). So wird ein reines Schwarz im Druck typischerweise aus 0 % Cyan, 0 % Magenta, 0 % Gelb und 100 % Schwarz (0|0|0|100) gebildet.

Die Verwendung von 100 % aller vier Farben, also mit dem Farbwert (100|100|100|100)  ist nicht geeignet, da dadurch ein zu hoher Farbauftrag von 400 % entsteht. Dadurch kann es zu Problemen im Druck kommen. Die Druckfarbe kann z.B. nicht richtig trocknen und dadurch wellt sich das Papier. Das erschwert die Weiterverarbeitung erheblich oder macht sie gar unmöglich. Der max. Farbwerauftrag sollte deshalb 280 % nicht überschreiten.

Soll ein kräftiges Schwarz verwendet werden, ist es üblich, dem 100 % Schwarz noch bis zu 40 % Cyan hinzuzufügen. Die Farbwerte sind dann (40|0|0|100). So wird ein kräftiges, kühles und dunkles Schwarz erzielt. Anstatt von Cyan wird gelegentlich auch die entsprechende Menge Magenta verwendet.

Schwarz im RGB-Farbsystem

Das RGB-Farbsystem beruht auf der additiven Farbmischung. Die Farbe Schwarz entsteht also aus den Farbwerten Rot 0 %, Grün 0 % und Blau 0 % (0|0|0).

Für den Druck müssen RGB-Daten in Daten im CMYK-Farbsystem umgewandelt werden. Dies gilt besonders für Fotos, da die Sensoren von Digitalkameras im RGB-System arbeiten und die Bilder so gespeichert werden. Eine einfache Umwandlung kann in Photoshop vorgenommen werden. Photoshop wandelt das RGB-Schwarz (0|0|0) jedoch standardmäßig in die CMYK-Werte (86|85|79|100) um.

Wird beispielsweise ein Bild mit hohem Schwarzanteil in CMYK umgewandelt und dieses Bild auf einen schwarzen Hintergrund in einem Buch gesetzt, gibt es zwei verschiedene Schwarztöne, nämlich (86|85|79|100) und (0|0|0|100). Daran muss gedacht werden und die beiden Töne aneinander angepasst werden.

Links: Schwarz in CMYK (0|0|0|100), rechts: Schwarz in RGB (0|0|0) mit den CMYK-Werten (86|85|79|100)

Ein Blogeintrag zur Umwandlung der RGB-Daten in CMYK ist sicher auch mal ganz gut. Wir werden uns darum in nächster Zeit einmal kümmern!

Nähere Informationen zu den Farbsystemen CMYK und RGB finden Sie in unserem Blogeintrag Farbunterschiede zwischen der Druck-PDF und dem gedrucktem Buch .

Schrifteneinbettung in die PDF-Datei – Warum und wie

Donnerstag, Juli 1st, 2010

Die korrekte Erstellung von druckbaren PDFs ist nicht immer so leicht. Besonders kann dabei die Einbettung der Schriften in das PDF-Dokument Probleme bereiten. Deshalb soll es in diesem Eintrag noch einmal um die Einbettung der Schrift in die PDF gehen und klären, warum dies wichtig ist und wie sie es richtig machen.

Warum müssen Schriften in die PDF eingebettet werden?

Die in der PDF verwendeten Schriften müssen in der Druckerei in irgend einer Weise vorliegen, damit die PDF korrekt gedruckt werden kann. Da es viele Schriften gibt und diese Schriften nicht an allen Rechnern zur Verfügung stehen, an denen eine PDF geöffnet wird, wird die Schrift in die PDF eingebunden.

Sind die Schriften nicht in der PDF eingebettet und auch nicht auf dem Rechner der Druckerei oder dem Computer vorhanden, auf dem die PDF geöffnet wird, wird eine andere, meist Standschrift, verwendet. Diese verändert das Gesamtbild jeder Seite, da jede Schrift andere Eigenschaften hat.

Es gibt aber auch Standardschriften, die so gut wie auf jedem Rechner vorhanden sind. Diese können bei 1Buch automatisch nach dem Hochladen der Datei eingebettet werden, sollten sie nicht eingebettet worden sein. Das geschieht bei denen im Internet frei erhältlichen PDF-Konvertern oft, da sie davon ausgehen, dass bestimmte Schriften auf allen Rechnern installiert sind.  Trotzdem ist es sinnvoll, auch diese Schriften von Anfang an mit in die PDF einzubetten um Problemen vorzubeugen.

Programme zur PDF-Erstellung

Damit auch Sie ein PDF schreiben können, welches in allen Bereichen für den Druck geeignet ist, ohne gleich auf teure Programme zurückgreifen zu müssen, haben wir uns auf die Suche nach geeigneten Konvertern gemacht.

Leider ist die Schrifteneinbettung bei ihnen nicht steuerbar, sondern automatisch geregelt. Gelegentlich funktioniert das auch nicht so gut, weshalb wir von Ihnen, den 1Buch-Kunden, immer wieder über Probleme informiert werden.

Ein gutes, freies Programm zur PDF-Generierung ist PDF24 Creator. Eine Anleitung haben wir für Sie zusammengestellt (zur Anleitung).

Für MS-Office 2007 und höher gibt es ein kostenloses Plug-In mit dem Sie nach der Installation in jedem MS-Office-Programm PDFs einfach über „Speichern unter – PDF“ erstellen können und kein weiteres Programm dafür benötigen. Das Plug-In finden Sie auf der Homepage von Microsoft. Wir haben es getestet und die PDF-Erstellung lief einwandfrei. Das PDF konnte dann ohne Probleme bei 1Buch hochgeladen werden.

Die Erstellung von PDFs am Mac ist recht einfach und von jedem Programm aus durchführbar, da die Funktion Sichern als PDF auf jedem Mac installiert ist. Es erfolgt über die Funktion Drucken –> als PDF sichern.

Weitere Infos zur Schrifteneinbettung finden Sie auch in unserem Blogeintrag Schriften einbetten – nun wird es einfacher vom Dezember 2009 und in unserem Beitrag PDF-Datei aus Word erstellen.