Archiv für das Thema: Allgemeines

Probleme im Druckbild durch zu hohen Farbauftrag

Montag, Oktober 25th, 2010

Beim Druck kann es immer mal wieder dazu kommen, dass das Druckbild verschmiert oder fleckig wird. Meistens gibt es dafür eine einfache Ursache: ein zu hoher Farbauftrag. Wie man dies vermeiden kann,  soll nun beschrieben werden.

Bereits in früheren Blogeinträgen und auch im Forum haben wir erklärt, dass beim Druck vier Farben verwendet werden: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Dabei kann jede Farbe zwischen 0% und 100%  gedruckt werden und daraus ergeben sich alle Farben. Diese Abstufungen in % ergeben sich aus den verschiedenen Punktgrößen, die gedruckt werden. Zusammen ergeben sie das Druckbild, bei dem man mit bloßem Auge keine Punkte mehr erkennt.

Der Gesamtfarbauftrag kann also zwischen 0% und 400% liegen. Ein Farbauftrag über 280% ist aber nicht zu empfehlen! So kann die Druckfarbe nicht richtig durchtrocknen und es kann zu Flecken und Verschmierungen im Druckbild kommen, sobald die Seiten aufeinanderliegen und gegeneinander reiben.

Es werden auch höhere max. Werte angegeben, da es auch vom verwendeten Papier abhängt. Mit unserem angegeben Wert sind Sie aber auch der sicheren Seite.

Dunkle Hintergründe

Das Problem tritt oft dann auf, wenn ein vollflächiger, schwarzer oder anderer dunkler Hintergrund gewählt wird. Der genaue Aufbau der dunklen Farbe sollte sich dann besonders angeschaut werden.

Für einen schwarzen Hintergrund gilt: Schwarz 100% + Cyan 40% sind völlig ausreichend um ein schönes Tiefschwarz zu erhalten.

Fotos

Wenn Sie viele Fotos mit einem hohen Anteil an dunklen Bereichen verwenden, kann es auch zu Fehlern im Druck kommen. Um sicher zu gehen, dass es zu keinen Druckfehlern kommt, gibt es eine Lösung: Sie besteht im GCR (Grey Component Replacement – Unbuntaufbau). Dabei werden alle Unbuntanteile durch Schwarz ersetzt. D.h. dass die Farbe (Cyan, Magenta oder Gelb) mit dem geringsten Anteil auf 0% reduziert wird und die anderen Farben um den Prozentsatz der ehemals geringsten Farbe reduziert werden. So kann eine große Menge der Farben Cyan, Magenta und Gelb ersetzt werden.

Grafik: GCR - Reduzierung der Farbmenge. Magenta als geringster Anteil wird von 20% auf 0% reduziert.

GCR - Reduzierung der Farbmenge. Magenta als geringster Anteil wird von 20% auf 0% reduziert.

In Photoshop können die Bilder folgendermaßen bearbeitet werden:

  1. Das Foto in CMYK umwandeln (Bild –> Modus –> CMYK)
  2. In den Farbeinstellungen (Bearbeitung –> Farbeinstellungen)  den Arbeitsfarbraum „Eigenes CMYK“ wählen und im sich öffnenden Fenster die Separationsmethode GCR und einen max. Farbauftrag von 280%  wählen.
  3. Das Foto speichern. Anschließend kann es im Satzprogramm in die Inhaltsseite eingefügt werden.

Für andere Fotobearbeitungsprogramme (Gimp und IfranView) haben wir leider keine Möglichkeit gefunden, die Farbmenge von Fotos zu reduzieren.

Da Druckfehler aufgrund des Farbauftrags, wie oben erwähnt, meist bei dunklen Hintergründen entstehen, empfehlen wir, besonders unseren Tipp, Schwarz 100% und Cyan 40%  für dunkle Flächen zu verwenden, zu berücksichtigen!

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Eintrag Schwarz ist nicht gleich Schwarz.

Datenlimit und Verringerung der Datenmenge von Fotos

Freitag, August 13th, 2010

Die Druck-PDFs, die bei 1Buch zum Bestellen eines Buches hochgeladen werden können, dürfen eine max. Größe von 150 MB nicht überschreiten.

Wir haben diese Grenze festgelegt, damit Probleme beim Hochladen vermieden werden, denn je nach Internetverbindung kann das Hochladen recht lange dauern.

Die großen Datenmengen beruhen größtenteils auf den Bildern in den Büchern. Ein normales Digitalfoto kann ja eine Größe von 2 bis 4 MB haben. So kommt man bei wenigen Bilder leicht auf das Datenlimit von 150 MB.

Allerdings ist es für den Druck nicht notwendig, dass die Bilder so groß sind. Denn Digitalbilder, die mit min. 6 MP aufgenommen wurden, was mittlerweile als normal gelten kann, sind z.B. noch gut für einen Ausdruck in A4 oder für noch größere Formate geeignet.

Da sie in dieser Originalgröße kaum in Büchern verwendet werden, kann man mit Bildbearbeitungsprogrammen die gewünschte Zielbildgröße einstellen. Dadurch kann die Datenmenge reduziert werden. Wichtig ist, dass die Auflösung weiterhin bei 300 dpi (min. 250 dpi) liegt.

Ein geringer Qualitätsverlust lässt sich trotzdem nicht vermeiden, da jedes Speichern eines jpg-Bildes eine Komprimierung mit sich führt. Deshalb muss beim Speichern des Bildes eine hohe oder die höchste Qualitätsstufe gewählt werden, damit die Qualität nicht auffallend beeinflusst wird. Weiterhin sollte ein Bild nicht oft bearbeitet und immer wieder gespeichert werden, da so die Qualität bei jedem Speichernvorgang reduziert wird.

Sinnvoll ist es auch, das bearbeitete Bild extra zu speichern, damit man das Original noch für andere Dinge verwenden kann.

Anleitung zur Reduzierung der Datengröße von Bildern (für Photoshop und IfranView)

Die Anleitung für IfranView und Photoshop können Sie hier jeweils als PDF downloaden.

Hier finden Sie schon mal die Anleitung für Photoshop.

Bevor die Bildgröße angepasst wird, muss bestimmt werden, mit welcher Größe das Bild im Buch abgebildet werden soll. Zur Sicherheit kann man das Bild im Bildbearbeitungsprogramm auch einige cm größer einstellen. Dann kann es später in Word, Page, InDesign und Co. noch etwas vergrößert werden, ohne das die Abbildungsqualität leidet.

Unser Bild soll im Buch mit einer Größe von 10 x 15 cm abgebildet werden.

Screenshot in Photoshop wie man zur Bildgröße gelangt

Originalgröße des Fotos

Originalgröße des Fotos

Das Originalbild kann noch gut im Format 36  x 24 cm gedruckt werden.

Änderung der Bildgröße auf 15 x 10 cm. Die Auflösung bleibt bei 300 dpi

Nun wird die Bildgröße auf 15 x 10 cm geändert. Dazu sollte das Verlinkungssymbol rechts von Höhe und Breite aktiviert sein. So wird das Bild nicht verzerrt, wenn das Seitenverhältnis vom Originalbild nicht der Zielgröße entspricht. Die Auflösung bleibt bei 300 dpi.

Speichern des Bildes

Nach dem Drücken von “Speichern” erscheint das Eingabefeld zur Einstellung der Qualitätsstufe.

Wählen der Qalitätsstufe - Hoch oder Maximal

Wählen der Qalitätsstufe - Hoch oder Maximal

Das Originalbild hat eine Größe von 3 MB. Nach der Änderung beträgt die Dateimenge nur noch 1,4 MB, also knapp die Hälfte.

Schwarz ist nicht gleich Schwarz

Dienstag, Juli 27th, 2010

Sie werden sicherlich schon mal festgestellt haben, dass Schwarz nicht gleich Schwarz ist. Mal wirkt es grauer, mal kühler und mal richtig Tiefschwarz. Im Druck kann Schwarz durch verschiedene Zusammensetzungen entstehen und dadurch sieht Schwarz nicht immer gleich aus.

In diesem Blogeintrag möchten wir Sie deswegen über das Thema Schwarz und Tiefschwarz informieren.

Schwarz im CMYK-Farbsystem

Bei der subtraktiven Farbmischung ergibt sich Schwarz im Wesentlichen durch die Mischung aller Farben. Im Farbsystem CMYK, das ein subtraktives Farbsystem ist (siehe auch unseren Blogeintrag Farbunterschiede zwischen der Druck-PDF und dem gedrucktem Buch), kann Schwarz folglich durch die Mischung von 100 % Cyan, 100 % Magenta und 100 % Gelb erstellt werden. Allerdings ergibt sich dadurch nur ein schmutziges Braun und kein richtiges Schwarz. Deshalb gibt es in diesem Farbsystem zusätzlich die vierte Farbe Schwarz (K = Key). So wird ein reines Schwarz im Druck typischerweise aus 0 % Cyan, 0 % Magenta, 0 % Gelb und 100 % Schwarz (0|0|0|100) gebildet.

Die Verwendung von 100 % aller vier Farben, also mit dem Farbwert (100|100|100|100)  ist nicht geeignet, da dadurch ein zu hoher Farbauftrag von 400 % entsteht. Dadurch kann es zu Problemen im Druck kommen. Die Druckfarbe kann z.B. nicht richtig trocknen und dadurch wellt sich das Papier. Das erschwert die Weiterverarbeitung erheblich oder macht sie gar unmöglich. Der max. Farbwerauftrag sollte deshalb 280 % nicht überschreiten.

Soll ein kräftiges Schwarz verwendet werden, ist es üblich, dem 100 % Schwarz noch bis zu 40 % Cyan hinzuzufügen. Die Farbwerte sind dann (40|0|0|100). So wird ein kräftiges, kühles und dunkles Schwarz erzielt. Anstatt von Cyan wird gelegentlich auch die entsprechende Menge Magenta verwendet.

Schwarz im RGB-Farbsystem

Das RGB-Farbsystem beruht auf der additiven Farbmischung. Die Farbe Schwarz entsteht also aus den Farbwerten Rot 0 %, Grün 0 % und Blau 0 % (0|0|0).

Für den Druck müssen RGB-Daten in Daten im CMYK-Farbsystem umgewandelt werden. Dies gilt besonders für Fotos, da die Sensoren von Digitalkameras im RGB-System arbeiten und die Bilder so gespeichert werden. Eine einfache Umwandlung kann in Photoshop vorgenommen werden. Photoshop wandelt das RGB-Schwarz (0|0|0) jedoch standardmäßig in die CMYK-Werte (86|85|79|100) um.

Wird beispielsweise ein Bild mit hohem Schwarzanteil in CMYK umgewandelt und dieses Bild auf einen schwarzen Hintergrund in einem Buch gesetzt, gibt es zwei verschiedene Schwarztöne, nämlich (86|85|79|100) und (0|0|0|100). Daran muss gedacht werden und die beiden Töne aneinander angepasst werden.

Links: Schwarz in CMYK (0|0|0|100), rechts: Schwarz in RGB (0|0|0) mit den CMYK-Werten (86|85|79|100)

Ein Blogeintrag zur Umwandlung der RGB-Daten in CMYK ist sicher auch mal ganz gut. Wir werden uns darum in nächster Zeit einmal kümmern!

Nähere Informationen zu den Farbsystemen CMYK und RGB finden Sie in unserem Blogeintrag Farbunterschiede zwischen der Druck-PDF und dem gedrucktem Buch .

Schrifteneinbettung in die PDF-Datei – Warum und wie

Donnerstag, Juli 1st, 2010

Die korrekte Erstellung von druckbaren PDFs ist nicht immer so leicht. Besonders kann dabei die Einbettung der Schriften in das PDF-Dokument Probleme bereiten. Deshalb soll es in diesem Eintrag noch einmal um die Einbettung der Schrift in die PDF gehen und klären, warum dies wichtig ist und wie sie es richtig machen.

Warum müssen Schriften in die PDF eingebettet werden?

Die in der PDF verwendeten Schriften müssen in der Druckerei in irgend einer Weise vorliegen, damit die PDF korrekt gedruckt werden kann. Da es viele Schriften gibt und diese Schriften nicht an allen Rechnern zur Verfügung stehen, an denen eine PDF geöffnet wird, wird die Schrift in die PDF eingebunden.

Sind die Schriften nicht in der PDF eingebettet und auch nicht auf dem Rechner der Druckerei oder dem Computer vorhanden, auf dem die PDF geöffnet wird, wird eine andere, meist Standschrift, verwendet. Diese verändert das Gesamtbild jeder Seite, da jede Schrift andere Eigenschaften hat.

Es gibt aber auch Standardschriften, die so gut wie auf jedem Rechner vorhanden sind. Diese können bei 1Buch automatisch nach dem Hochladen der Datei eingebettet werden, sollten sie nicht eingebettet worden sein. Das geschieht bei denen im Internet frei erhältlichen PDF-Konvertern oft, da sie davon ausgehen, dass bestimmte Schriften auf allen Rechnern installiert sind.  Trotzdem ist es sinnvoll, auch diese Schriften von Anfang an mit in die PDF einzubetten um Problemen vorzubeugen.

Programme zur PDF-Erstellung

Damit auch Sie ein PDF schreiben können, welches in allen Bereichen für den Druck geeignet ist, ohne gleich auf teure Programme zurückgreifen zu müssen, haben wir uns auf die Suche nach geeigneten Konvertern gemacht.

Leider ist die Schrifteneinbettung bei ihnen nicht steuerbar, sondern automatisch geregelt. Gelegentlich funktioniert das auch nicht so gut, weshalb wir von Ihnen, den 1Buch-Kunden, immer wieder über Probleme informiert werden.

Ein gutes, freies Programm zur PDF-Generierung ist PDF24 Creator. Eine Anleitung haben wir für Sie zusammengestellt (zur Anleitung).

Für MS-Office 2007 und höher gibt es ein kostenloses Plug-In mit dem Sie nach der Installation in jedem MS-Office-Programm PDFs einfach über „Speichern unter – PDF“ erstellen können und kein weiteres Programm dafür benötigen. Das Plug-In finden Sie auf der Homepage von Microsoft. Wir haben es getestet und die PDF-Erstellung lief einwandfrei. Das PDF konnte dann ohne Probleme bei 1Buch hochgeladen werden.

Die Erstellung von PDFs am Mac ist recht einfach und von jedem Programm aus durchführbar, da die Funktion Sichern als PDF auf jedem Mac installiert ist. Es erfolgt über die Funktion Drucken –> als PDF sichern.

Weitere Infos zur Schrifteneinbettung finden Sie auch in unserem Blogeintrag Schriften einbetten – nun wird es einfacher vom Dezember 2009 und in unserem Beitrag PDF-Datei aus Word erstellen.

Bücher erstellen mit dem Open-Source-Programm Scribus

Montag, Mai 31st, 2010

Wir haben ein weiteres DTP Programm gefunden, mit dem Sie ein Buch gestalten können und möchten es Ihnen vorstellen. Das Programm heißt Scribus und ist ein Open-Source-Programm und somit kostenfrei.

Sie wollen gerne den Einstieg in professionelle Desktop-Publishing-Programme wagen, scheuen sich aber vor den hohen Kosten für diese Programme? Dann ist Scribus genau richtig für Sie. Es ist gut für den Einstieg in die Welt der professionellen Bucherstellung geeignet und unterstützt die wichtigsten Funktionen eines DTP-Programmes. Dazu gehören z.B. der PDF-Export samt Schrifteinbettung, über den unsere Kunden öfter über Probleme berichten.

Als Einstieg haben wir den versierten Scribus-User Markus gewonnen, der für Sie ein Tutorial über das Programm geschrieben hat. Darin lernen Sie Schritt für Schritt die wichtigsten Funktionen des Programms.

Weitere Infos und Links finden Sie bei unseren Anleitungen und zumTutorial geht es hier entlang.

Ab sofort ist eine Express-Produktion möglich

Montag, April 26th, 2010

Viele Kunden fragen uns nach einer Beschleunigung Ihres Bestellprozesses. Und da der Kunde bei uns König ist, bieten wir ab sofort die Möglichkeit der Expressbestellung. Das heißt, dass Sie Ihre Bücher nach sehr kurzer Lieferzeit, pünktlich zum Abgabetermin in der Uni oder zum Geburtstag, in den Händen halten.

Für die Expressherstellung gelten folgende Lieferzeiten:

  • Softcover werden in 3 Arbeitstagen produziert
  • Hardcover und Bücher mit Schutzumschlag haben eine Produktionszeit von 4 Arbeitstagen

Bitte beachten Sie, dass der erste Arbeitstag nur der Bestelltag ist, wenn Sie das Buch vor 10.00 Uhr bestellen. Bestellen Sie Ihr Buch am Dienstag 15 Uhr, gilt der Mittwoch als erster Arbeitstag. Das Lieferdatum wird Ihnen ab sofort auch während des Bestellprozesses angezeigt.

Dazu kommt natürlich die Versandzeit. Auch hier gibt es eine Neuerung. In Kombination mit der Expressproduktion können Sie Overnight-Versand wählen – dieser trifft garantiert am nächsten Tag bei Ihnen ein. Alternativ ist der Versand per DHL möglich. Auch DHL liefert oft innerhalb eines Tages, aber es ist nicht garantiert.

Als Beispiel: Sie bestellen Ihr Buch mit Softcover am Montag 8.00 Uhr und wählen Overnight-Versand. Dann erhalten Sie das Buch bereits am Donnerstag per DHL-Express zugestellt.

Vorraussetzungen
Sie bestellen 1 bis maximal 10 Exemplare.
Wir können Ihre Daten verarbeiten.

Kosten
Da wir für eine Expressproduktion die Arbeitsabläufe umorganisieren und natürlich beschleunigen müssen, ist der Service kostenpflichtig. Die Servicegebühr beträgt 25,00 €.

Farbunterschiede zwischen der Druck-PDF und dem gedrucktem Buch

Donnerstag, April 22nd, 2010

Gelegentlich werden wir von Kunden darauf angesprochen, dass die Farben auf dem Umschlag und in ihrem gedruckten Buch nicht so aussehen wie in ihrer PDF-Datei am Computer. Für dieses „Problem“ gibt es verschiedene Gründe.

Bücher und andere Druckprodukte werden im Vierfarbendruck gedruckt. Die Grundlage dafür bildet das CMYK-System (C= Cyan, M= Magenta, Y=Yellow, K= Schwarz). Die Farben entstehen also durch den Zusammendruck von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Mit diesen vier Farben ist eine bestimmte Menge Farben von allen sichtbaren Farben reproduzierbar. Beim Drucken ist also nur ein bestimmter Farbraum darstellbar. Beim CMYK-Modell handelt es sich um die subtraktive Farbmischung.

Ein zweites Farbmodell ist das RGB-System (R= Rot, G= Grün, B= Blau). Die Farben entstehen dabei durch die additive Farbmischung. Auch hier ist nur eine bestimmte Menge Farben von allen sichtbaren Farben darstellbar. Im RGB-Modell werden z.B. die Farben an einem Computerbildschirm dargestellt.

Mit dem RGB-Farbmodell können mehr Farben als im CMYK-Farbmodell gezeigt werden (siehe Grafik). Besonders im grünen und blauen/violetten Bereich können mehr Farben gezeigt werden. Beide Farbmodelle können insgesamt aber nur einen kleinen Teil aller sichtbaren Farben zeigen (Farben der gesamte Grafik).

Die Farbräume RGB und CMYK im Vergleich zum Farbraum aller sichtbaren Farben

Wird ein Buch im RGB-System erstellt, müssen die Farben für den Druck in CMYK umgewandelt werden. Diese Umwandlung geschieht nicht immer 1:1, weil die Farbräume nicht die gleichen Farben abdecken.  So kann es sein, dass das gewünschte Blau am Bildschirm als Lila gedruckt wird. Das Blau ist nicht im CMYK-Farbraum vorhanden und wird in ein Lila umgwandelt.

Blau in RGB wird zu Lila in CMYK

links: Blau im RGB-Modus, rechts: Ausgabe Lila im CMYK-Modus im Druck

Wie stark sich die Farbe bei der Umrechnung von RGB zu CMYK verändert, kann man auch in Photoshop im Photoshop-Farbwähler testen.  Klicken Sie auf das Kästchen unter dem Warndreieck links neben dem Abbrechen-Button, sofern eine Warnung besteht, und Sie sehen die RGB-Farbe nach der Umwandlung in CMYK.

Farbwähler in Photoshop

Farbwarnung im Photoshop-Farbwähler - Das obere Blau in RGB wird zum darunterliegenden Lila bei Umwandlung vom RGB- zum CMYK-Farbraum

Auch wenn das Buch im CMYK-System angelegt wird, kann die Farbe im Druck anders aussehen als in der Datei. Der Grund dafür liegt in den Farbprofilen.  In jedem digitalen Drucker (auch im Drucker zu Hause) und Computer sind verschiedene davon hinterlegt. Das heißt, dass verschiedene Geräte verschiedene Farbräume darstellen und Farben anders ausgeben, auch wenn sie die gleichen Werte haben. Außerdem wird die Datei am Bildschirm im RGB-System angezeigt und die Farben werden aufgrund der Umwandlung anders dargestellt als sie nach CMYK eigentlich aussehen.

Im professionellen Bereich werden Drucker und Computerbildschirme kalibriert. Danach zeigt der Bildschirm die gleiche Farbe wie im Druck ausgegeben wird. Dazu sind eine spezielle Software und Messgeräte notwendig, die für den privaten Gebrauch aber zu umständlich und kostspielig sind. Weiterhin ist auch eine regelmäßige Kontrolle und Neueinstellung der Geräte notwendig.

Um die Farben zu erhalten die sie sich vorstellen, empfehlen wir, Testdrucke mit dem Tintenstrahl- oder Laserdrucker zu Hause zu machen. Danach können Sie die Farben in Ihrer Datei abändern, aufhellen oder abdunkeln. Die Datei wird dann am Bildschirm zwar nicht so aussehen wie sie es wünschen, Ihr gedrucktes Buch aber schon viel mehr.

Wussten Sie auch, dass Farben unter verschiedenen Lichtquellen betrachtet unterschiedlich aussehen? Vielleicht schauen Sie sich einen farbigen Gegenstand oder Papier mal bei Tageslicht und unter einer Glühlampe an. Aber das ist ein weiteres Thema …

Screencast zur Anpassung der Adobe® InDesign® Covervorlagen

Donnerstag, März 25th, 2010

Sicherlich sind Sie bereits über den Profi-Einband von 1Buch.com gestolpert. Mit dieser Variante haben sie alle Freiheiten zur individuellen Gestaltung ihres Buchcovers. Zur Unterstützung bieten wir Ihnen sämtliche 1Buch.com-Formate als Adobe® InDesign® Covervorlagen kostenlos zum Download an.

Adobe® InDesign®* ist ein Profi-Tool zur Gestaltung von Layouts. Jetzt gibt es eine variable Größe beim Einband – das ist der Buchrücken. Wie Sie die Vorlage problemlos an Ihre Spezifikationen anpassen können zeigen wir jetzt in einem Screencast.

Screencast zur Anpassung der Adobe® InDesign® Covervorlagen

*Natürlich können Sie auch ein anderes Programm ihrer Wahl verwenden. Dafür müssten Sie sich aber am generierten PDF des Profi-Einbands orientieren. Dieses sollten Sie sich dann im Programm Ihrer Wahl in den Hintergrund legen, denn das von Ihnen neu gestaltetes PDF sollte exakt dieselben Maße haben.

Der 1Buch.com Covergestalter

Mittwoch, März 10th, 2010

Heute möchte ich eine Funktion vorstellen, die gerade den Computerlaien helfen wird ein tolles Buch zu gestalten. Mit dem 1Buch.com Covergestalter können Sie, ohne technische Vorkenntnisse, innerhalb kürzester Zeit ein schönes, individuelles Cover gestalten.
Dafür haben wir 9 Vorlagen in verschiedenen Farben für Sie bereit gestellt. Vom seriösen Schwarz oder Weiß bis zum sonnigen Orange oder knalligen Pink – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Haben Sie sich für eine Vorlage entschieden, können Sie den Titel des Buches, den Namen des Autoren und optional einen Untertitel vergeben. Um die aktuelle Ansicht Ihres Covers zu sehen, drücken Sie einfach “Cover aktualisieren”.

Zusätzlich haben Sie noch die Möglichkeit Ihr Cover um ein persönliches Foto zu ergänzen. Dazu klicken Sie einfach auf “Durchsuchen” und wählen Sie ein Bild auf Ihrem Rechner aus. Nach einen Klick auf “Bild aktualisieren” wird Ihnen das Bild auf der Vorderseite des Buches angezeigt.

Jetzt ist Ihr Cover fertig und Sie können Ihr Buch bestellen. Ganz einfach, oder? :)

Empfehlungen für die Rückendrahtbindung

Donnerstag, März 4th, 2010

Wer sich bei seinem Buch für eine Rückendrahtbindung* entscheidet, sollte dabei einiges beachten.

Die Produktion von Büchern mit Rückendrahtbindung ist aus physikalischen Gründen – unter anderem auch durch die Verwendung von Klammern – vom Umfang her eingeschränkt. Ihr Produkt ist ein Unikat und entsteht dementsprechend wirklich in Handarbeit. Natürlich produzieren wir mit größter Sorgfalt und doch kann es zu ungewünschten Ergebnissen führen.

Deshalb hier unsere Tipps:

  • Sollten Sie ein Buch mit mehr als 52 Seiten planen, dann würden wir Ihnen in diesem Fall doch eher zu einer Klebebindung raten. Je dicker das Buch, desto runder der Rücken bei einer Rückendrahtbindung. Bei einer Klebebindung lässt sich da viel exakter Arbeiten.
  • Berücksichtigen Sie bitte, dass durch das Falzen per Hand gegebenenfalls Toleranzen entstehen können. Bilder, Texte oder Gestaltungselemente, die bis in den Bund reichen, könnten auf die gegenüberliegende Seite rutschen und dadurch so genannte “Blitzer” erzeugen. Halten Sie also lieber Abstand zum Bund.

* Info: Rückendrahtbindung wird auch Rückendrahtheftung, Drahtrückstichheftung oder Rückenstichheftung genannt.